Satzung

Satzung des Astronomischen Arbeitskreises Mönchengladbach e.V.

Artikel 1: Name, Eintragung, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen „Astronomischer Arbeitskreis Mönchengladbach e.V.
  2. Sitz des Vereins ist das F. W. Bessel-Institut in Mönchengladbach. Das F. W. Bessel-Institut ist eine Einrichtung eines privaten Trägers und steht dem Arbeitskreis und seinen Mitgliedern zu Verfügung. Die Einrichtungsgegenstände und die gesamte Ausstattung (Bibliothek, Videothek, Diathek, etc.) bleiben Privatbesitz, soweit sie nicht Eigentum des Astronomischen Arbeitskreises Mönchengladbach sind.
  3. Das Geschäftsjahr ist das jeweilige Kalenderjahr.

Artikel 2: Zweck des Vereins

  1. Die Vereinigung ist bemüht – in Zusammenarbeit mit dem F. W. Bessel-Institut – an die Traditionen der astronomischen Einrichtungen und Organisationen anzuknüpfen. Insbesondere fühlt sie sich mit der ehemaligen Albertus-Universität zu Königsberg und dem 1. Observator der dortigen Sternwarte, Dr. Friedrich Wilhelm Bessel, verbunden.
  2. Die Vereinigung dient der Pflege und Förderung der volkstümlichen Astronomie im weitesten Umfang.
    Dazu gehören insbesondere:

    1. die Verbreitung astronomischen Wissens in Wort und Schrift
    2. der Kampf gegen astrologische Irrlehre und gegen pseudowissenschaftliche Weltbildreformer
    3. das Einwirken auf schulische Träger, um Jugendliche an die Astronomie heranzuführen
    4. die Schaffung und Verbreitung von astronomischem Lehr- und Anschauungsmaterial
    5. die Verbesserung des Instrumentariums der Amateurastronomen durch Förderung des Selbstbaus
    6. die Erteilung von Auskünften astronomischer Art und die Versorgung der Sternfreunde mit aktuellen Beobachtungshinweisen
    7. die Betreuung und Koordination der beobachtenden Amateurastronomen, sowie Unterstützung kleinerer wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiete der Astronomie
    8. die Schaffung und Wahrung eines engen Kontaktes zwischen Amateur- und Fachastronomie
    9. das Durchführen wissenschaftlicher Veranstaltungen astronomischer Art zum Zwecke der Fortbildung
    10. die Errichtung einer Sternwarte
  3. Die Vereinigung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er stellt kein Geschäftsunternehmen dar.
  4. Die zufließenden Mittel müssen ausschließlich zur Förderung der Aufgaben des Vereins verwendet werden. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Bei Unterstützungen nach Art. 2,2 g dürfen diese das normale Maß nicht überschreiten. Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Aufhebung des Vereins nur ihre geleisteten Bareinlagen und den Wert gegebener Sacheinlagen zurück. Mitgliederbeiträge, Verwaltungsgebühren und Spenden werden in keinem Falle zurückerstattet.

Artikel 3: Mitgliedschaft

  1. Der Astronomische Arbeitskreis Mönchengladbach hat
    1. aktive Mitglieder
    2. fördernde Mitglieder
    3. Ehrenmitglieder
  2. Sowohl aktive wie fördernde als auch Ehrenmitglieder können sein:
    1. Einzelpersonen
    2. Gemeinschaften (auch Familien)
  3. Ehrenmitglieder werden vom Vorstand ernannt. Der Vorstand ist der Versammlung gegenüber verantwortlich.
    1. Die Anmeldung zur Mitgliedschaft erfolgt formlos schriftlich. Die Einzahlungen des fälligen Betrages und der Aufnahmegebühr erfolgt nach Aufforderung auf das Konto des Vereins.
    2. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, der nach seinem Ermessen die Nennung zweier Bürgen aus dem Mitgliedskreis fordern kann. Wird die Aufnahme abgelehnt, so kann der Betroffene durch ein Mitglied in der nächsten Mitgliederversammlung Einspruch erheben lassen.
  4. Die Mitgliedschaft endet durch
    1. Tod
    2. Austritt
    3. Ausschluss
    1. Der Austritt kann jeweils nur zum Ende eines Kalenderjahres erfolgen.
    2. Ein Mitglied kann durch den Vorstand ausgeschlossen werden, wenn es der Satzung zuwiderhandelt oder die Vereinigung schädigt. Gegen den Ausschluss kann der Betroffene in der nächsten Mitgliederversammlung Einspruch erheben.
    3. Die Mitgliedschaft erlischt von selbst, wenn ein Mitglied mit der Beitragszahlung nach zweifacher schriftlicher Mahnung ein halbes Jahr (6 Monate) lang in Rückstand bleibt. In diesem Falle erlischt bereits nach 3 Monaten der Anspruch auf die Leistungen des Vereins gemäß Art. 5 sowie das Stimmrecht gemäß Art. 7 Abs. 6. Die Beitragsschuld bleibt jedoch bestehen.

Artikel 4: Beiträge

    1. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.
    2. Die Höhe des Beitrages und der Aufnahmegebühr für aktive Einzelmitglieder und Gemeinschaften werden von Vorstand festgesetzt. Über diese Entscheidung hat der Vorstand der Mitgliederschaft Rechenschaft abzulegen.
    3. Die Höhe des Beitrages und der Aufnahmegebühr für fördernde Mitglieder wird vom Vorstand in Form von Richtlinien festgesetzt, in deren Rahmen diese Mitglieder selbst entscheiden.
    1. Der Beitrag ist jährlich nach Aufforderung im Voraus, zu Beginn eines Kalenderjahres fällig.
    2. Der Beitrag kann in besonderen Fällen durch den Vorstand gestundet, ermäßigt oder erlassen werden. Hierüber hat der Vorstand Rechenschaft abzulegen.

Artikel 5: Leistungen an die Mitglieder

  1. Zur Erfüllung der in Artikel 2 genannten Aufgaben unterhält die Arbeitsgemeinschaft die in Art. 5 Abs. 2 aufgezählten Einrichtungen, die den Mitgliedern mit den in Art. 5 Abs.3 festgelegten Ausnahmen kostenlos zur Verfügung stehen.
    1. Zur Versorgung der Mitglieder mit aktuellen Nachrichten und Hinweisen sowie zur Veröffentlichung von Arbeitskreismitteilungen gibt der Arbeitskreis die „Mitteilungen“ als vierteljährlich erscheinendes Organ heraus. Die „Mitteilungen“ tragen den Charakter eines reinen Nachrichtenblattes und sind nicht bestimmt, eine Zeitschrift zu ersetzen oder mit einer solchen in Konkurrenz zu treten. Nichtmitglieder können die „Mitteilungen“ beziehen. Sie zahlen eine Schutzgebühr. Die Schutzgebühr darf die Herstellungs- und Portokosten nicht übersteigen. „Mitteilungen“ an Schulen und Bibliotheken sind frei. In besonderen Fällen kann die Schutzgebühr vom Vorstand erlassen werden. Hierüber hat der Vorstand Rechenschaft abzulegen.
    2. Für Fälle, die eine eilige Benachrichtigung der Mitglieder erfordern, insbesondere bei Auftreten bemerkenswerter Himmelsereignisse, gibt der Arbeitskreis einen Schnell-Nachrichtendienst heraus ( „Kontakt“).
    3. Der Arbeitskreis ist Mitglied der „Vereinigung der Sternfreunde e. V.“, Berlin. Sie steht dem Verein und damit auch seinen Mitgliedern zur Erteilung von Auskünften zur Verfügung.
    4. Die arbeitsmäßige Betreuung der beobachtenden Amateurastronomen, insbesondere die gemeinschaftliche Bearbeitung der Beobachtungsergebnisse, erfolgt durch die bestehenden Arbeitsgruppen.
    5. Die Einrichtungen im F. W. Bessel-Institut stehen den Mitgliedern zur Verfügung:
      Bücherei, Archiv, Diathek, Videothek, Fotolabor, etc.
  2. Für Leistungen an die Mitglieder, die sich aus den Einrichtungen gemäß Art. 5 Abs. 2 e herleiten und die mit Unkosten für den Arbeitskreis verknüpft sind (Herstellung von Reproduktionen, Lichtbildern, usw. sowie Portokosten) wird ein angemessener Unkostenbeitrag erhoben, der vom Vorstand festgesetzt wird.

Artikel 6: Der Vorstand

    1. Der Vorstand den Vereins besteht aus dem
      1. Vorsitzenden
      2. Vorsitzenden (gleichz. Stellvertreter des 1. Vorsitzenden)
      Geschäftsführer
      Rechnungsführer (gleichz. Schriftführer).Das Mindestalter für Vorstandsmitglieder ist 18 Jahre.
    2. Bei mehr als 5 Jugendlichen kann von diesen ein Jugendvertreter in den Vorstand gewählt werden. Er hat beratende Funktion.
    3. Der Leiter des F. W. Bessel-Instituts hat Vortragsrecht bei Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen, sofern Fragen des F. W. Bessel-Instituts erörtert werden.
    1. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Jedes Vorstandsmitglied wird einzeln per Handzeichen gewählt (einfache Mehrheit). Auf Wunsch der Versammlung kann die Wahl in schriftlicher und geheimer Form erfolgen. Jedes Vorstandsmitglied kann wiedergewählt werden. Der alte Vorstand bleibt gültig bis zur Neuwahl.
    2. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder erfolgt ehrenamtlich.
  1. Zur Prüfung des Kassenwesens werden von der Mitgliederversammlung zwei Kassenprüfer gewählt, die nicht dem Vorstand angehören dürfen.
  2. Der 1. Vorsitzende und der Geschäftsführer vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. dem § 26 BGB. Jeder ist allein vertretungsberechtigt.
  3. Weitere Aufgaben des Vorstandes sind:
    1. die Aufstellung und Durchführung des Arbeits- und Wirtschaftsplanes
    2. die Redaktion der „Mitteilungen“ und Schnellnachrichten, wozu der Vorstand auch andere Personen ehrenamtlich beauftragen kann
    3. die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern
    4. die Ernennung von Ehrenmitgliedern
    5. die Festsetzung von Mitgliederbeiträgen, Aufnahmegebühren und Unkosten
    6. die Einberufung von Mitgliederversammlungen
    7. die namentliche Aufführung neuer Mitglieder und die namentliche und begründete Mitteilung der Beendigung von Mitgliedschaften in den „Mitteilungen“
  4. Der Vorstand tritt mindestens alle 3 Monate zu einer Vorstandssitzung zusammen. In der Zwischenzeit werden Vorstandssitzungen nach Bedarf durchgeführt. Bei Beschlussfassung entscheidet der Vorstand durch demokratische Wahl. Die Beschlussfassungen sind von mindestens 2 Mitgliedern des Vorstandes zu unterzeichnen.

Artikel 7: Die Mitgliederversammlung

  1. Es gibt ordentliche und außerordentliche Mitgliederversammlungen.
  2. Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens alle 2 Jahre statt. Sie hat folgende Aufgaben:
    1. Entgegennahme des Tätigkeits- und Kassenberichts, der durch den Vorstand und die Kassenprüfer zu geben ist
    2. Entlastung des Vorstandes
    3. Wahl des Vorstandes, der Kassenprüfer und ggfs. Wahl des Jugendvertreters
    4. Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Arbeits- und Wirtschaftsplanes
    5. Behandlung von Anträgen
  3. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn ein besonderer Anlass dies erfordert oder wenn dies von mehr als einem Viertel der Mitglieder gewünscht wird.
    1. Die Mitgliederversammlungen werden durch den Vorstand mit einer Frist von mindestens 6 Wochen, unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen.
    2. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Benachrichtigung der Mitglieder.
    1. Anträge, die auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung behandelt werden sollen, müssen, wenn sie sich nicht erst aus der Diskussion zur Tagesordnung ergeben, dem Vorstand mindestens 24 Stunden vor der Eröffnung der Mitgliederversammlung vorliegen.
    2. Anträge, die zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung führen, sowie Anträge zu Art. 8 müssen auf jeden Fall aus der Tagesordnung ersichtlich sein. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist nur zu den Punkten der bei der Einladung mitgeteilten Tagesordnung beschlussfähig.
    1. Bei Wahlen und Abstimmungen hat jedes Mitglied eine Stimme, mit Ausnahme des in Art. 3 Abs. 6 e vorgesehenen Falles.
    2. Stimmvertretungen sind nur zulässig zu den Punkten der auf der Einladung mitgeteilten Tagesordnung. Sie müssen auf einer schriftlichen Vollmacht beruhen. Es darf kein Mitglied mehr als zwei Stimmen, einschließlich der eigenen, innehaben.
  4. Eine ordentliche Mitgliederversammlung ist in jedem Falle beschlussfähig. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist nur beschlussfähig, wenn mehr als 25 % der Mitglieder anwesend oder vertreten sind.
  5. Bei Wahlen und Abstimmungen wird in der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit entschieden, d. h. gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Bei Abstimmungen gilt Entsprechendes. Die in Art. 8 vorgesehenen Fälle sind ausgenommen.
  6. Über jede Mitgliederversammlung ist ein ausführliches Protokoll zu führen, welches auf der nächsten Mitgliedervollversammlung verlesen wird. Die Niederschrift ist vom Versammlungsleiter zu unterschreiben. Wenn mehrere Versammlungsleiter tätig waren, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die Niederschrift.
    Die Mitglieder sind berechtigt, bereits vor der nächsten Mitgliedervollversammlung eine Abschrift des Protokolls gegen Erstattung der Herstellungs- sowie Portokosten anzufordern. Einsprüche gegen das Protokoll sind wie Anträge an die nächste Mitgliederversammlung zu stellen.

Artikel 8: Satzungsänderung und Aufhebung des Vereins

  1. Sollen Anträge auf Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins auf einer Mitgliederversammlung zur Verhandlung kommen, so müssen sie aus der Tagesordnung ersichtlich sein.
  2. Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins bedürfen in der Abstimmung einer Zweidrittelmehrheit der erschienenen Mitglieder. Stimmenthaltung und ungültige Stimmen gelten als Ablehnung. Anträge, die auf eine Satzungsänderung abzielen, werden mit einfacher Mehrheit beschlossen. Für den Beschluss über die Änderung (Wortlaut) gilt wiederum die Zweidrittelmehrheit.
    Hinweis: der Antrag und der endgültige Beschluss kann in der gleichen Versammlung erfolgen
  3. Bei einer Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes, fällt das Vermögen der Hauptpfarre Mönchengladbach, Kirchplatz 11 zu, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

[Nachbemerkung zu dieser Internetfassung: Im Zweifelsfalle gilt die in Papierform ausgehändigte und beim Amtsgericht Mönchengladbach hinterlegte Form der Satzung.]